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 komponistin, chorleiterin, dozentin

Edvard-Grieg-Lieder (Originaltitel: Barnlige sange)
   
 
Liederzyklus von Edvard Grieg

titel besetzung text sprache schw.gr. verlag
1. Das Meer (Havet): SSA N. Rolfsen (Uta Hauthal) deutsch + norweg. l ecm 11.12.226
2. An den Weihnachtsbaum (Sang til juletræt) SSA J. Krohn (Uta Hauthal) deutsch + norweg. ms ecm 11.12.226
Einzelausgabe:
ecm 11.09.194-2
3. Lockweise (Lok) SSAA B. Bjørnson (Uta Hauthal) deutsch + norweg. l-ms ecm 11.12.226
4. Fischerweise (Fiskervise) SSA(A) P. Dass (Uta Hauthal) deutsch + norweg. l-ms ecm 11.12.226
5. Abendlied für das Fohlen (Kveldsang for Bakken) Solo/SSAA N. Rolfsen (Uta Hauthal) deutsch + norweg. l-ms ecm 11.12.226
6. Die norwegischen Berge (De norske fjelde) SSAA + S-Solo N. Rolfsen (Uta Hauthal) deutsch + norweg. ms ecm 11.12.226
7. Psalm für das Vaterland (Fædrelandssalme) SSAA E. Runeberg / N. Rolfsen (Uta Hauthal) deutsch + norweg. l-ms ecm 11.12.226


Die Barnlige Sange von Edvard Grieg (Original für Solostimme und Klavier) zeichnen sich durch herbe Schönheit und innige Schlichtheit aus. Die Bearbeitung für Frauenchor a-cappella übersetzt die Elemente das Klaviersatzes in vokale Strukturen bei Übernahme eines Gutteils der Grieg’schen Harmonik, geht aber auch eigene Wege, wenn es gilt, das volle Klangspektrum eines Frauenchores auszunutzen, Abwechslung in vielstrophige Lieder zu bringen oder Mittelstimmen melodisch aufzuwerten.

Die Lieder liegen in einer gut singbaren deutschen Nachdichtung von Uta Hauthal vor.


Texte

Nachdichtung Uta Hauthal
 

01. Das Meer (Havet)

1. Hej, ho, hej, ho! Hohe See,
Wellenschnee!
Brandet am Fels mit Donner;
Käpten unermüdlich wacht,
Lotsen schiff liegt hoch beflaggt,
muß alle sicher führen.

2. Hej, ho, hej, ho! Skagerak,
mein Geschmack!
Wisse, den Tod, den kenn ich!
Eismeer, Nordsee, Atlantik, Sund,
Schnee, Nebel, Tod tief auf dem
Grund – in Angst und Gefahr, da brenn' ich!

3. Hej, ho, hej, ho! Tag für Tag,
ohne Klag':
Norweger segeln behende.
Regen, Sturm oder Sonnenschein –
sie pflügen das Meer und trinken Wein
bis an des Lebens Ende.

02. An den Weihnachtsbaum

1. Willkommen grüner Weihnachtsbaum,
im Lichterglanze sehn wir dich gern.
Dein buntes Leuchten erhellt den Raum,
am Himmel strahlt ein goldner Stern!
Sein Schein, er rührt uns,
den Weg er führt uns zu Gott, dem Herrn!

2. Zur ersten Weihnacht im fremden Land
hat uns der Herr ein Licht entzündet
und seinen Sohn in die Welt gesandt,
ein Stern am Him mel hat uns gekündet.
Die Engel tanzten
im Lichterglanze von Bethlehem.

3. Die Muter sprach uns vom Jesulein
gar oft in weihnachtlich schöner Stunde.
Sie sprach von Liebe; Barmherzigkeit;
die Augen glänzten in trauter Runde.
An ihn mit Schimmern
will uns erinnern der Weihnachtsbaum.

03. Lockweise

1. Komm, Böcklein zum Buben,
komm, Kälbchen zur Kuh,
komm, miauendes Kätzchen,
weiße Schuhe hast du.
Kommt, Hühnchen, ihr kleinen,
kommt – grad' auf den Beinen,
kommt, Entchen hierher,
versteckt euch nicht mehr!

2. Kommt, Täubchen, ihr meinen,
mit Federn, ganz feinen.
Seht nass ist das Gras,
die Sonne mit Maß,
sie kündet Wonne
im zeitigen Sommer
doch ruft den Herbst ihr:
so kommt er!
Komm, Böckchen,
komm, Kälbchen, komm!

 

 

04. Fischerweise

1. Es g'schieht viele Male,
dass Flundern und Aale
dich halten zum Narr'n.
au, ua. Froh ist dir zumute,
ruhig hältst du die Rute,
doch keiner beißt an,
sie gehn nicht ans Garn.

2. Die Stunden vergehen,
kein Lachs ist zu sehen,
dein Eimer bleibt leer.
Manch einer saß lange,
hielt ewig die Angel
und grämte sich sehr.

3. Und bist du dann sauer,
frisst Harm dich und Trauer,
dann denk an den Herrn.
Denn er wird dir geben,
ist lauter dein Streben,
glaub, Jesu gibt gern!

4. Gott segne die Angel,
nie leide sie Mangel
an jedwedem Fisch,
Spürt Gott dein Gedenken
so wird er dir schenken
allzeit frischen Fisch.
Auf, decke den Tisch!

05. Abendlied für den Falben

1. Komm, mein liebes Fohlen,
bist du müde nun und matt,
friß dich erstmal richtig satt,
mein Falbe, liebes Fohlen.

2. Musst auf harten Sohlen
laufen über Stock und Stein,
auf und ab, durch Feld und Hain,
mein Falbe, liebes Fohlen.

3. Vater kann nun sitzen,
zog die Jacke aus ganz schnell,
doch du hast ein dickes Fell,
mein Falbe, du musst schwitzen.

4. Brauchst nicht mehr zu traben,
musst nicht mehr bergab, bergauf
Lasten zieh'n in schnellem Lauf,
sollst Feierabend haben.

5. Falbe, du mein Fohlen,
geh nun in den Stall hinein,
striegeln wird der Bub dich fein,
wird dir zu fressen holen.

6. Vater lässt dir sagen:
Morgen ist ein Ruhetag,
keine Arbeit, keine Plag,
die Sonne wird dich laben.

7. Träume nun, mein Fohlen,
träum vom Hafer, träum vom Stroh,
träum dich auf die Wiese froh,
sollst träumen nun, mein Fohlen.

06. Die norwegischen Berge

1. Willst du die Höhen mit mir ersteigen,
der Hirten Pfade kann ich dir zeigen.
Dort, wo die Wipfel sich neigen hold,
erstrahln die Gipfel im Licht wie Gold,
erstrahln die Gipfel im Licht wie Gold.

2. Führt uns der Weg erst einmal durch Felder,
so säumen Wiesen ihn bald und Wälder.
Je doch die Berge sind uns ein Fest
im Nord und Süden und auch in West,
im Nord und Süden und auch in West.

3. Im Gudbrandstal können wir belauschen
auf Felsenkuppen der Föhren Rauschen.
Der Pfad, er windet sich. Schritt für Schritt
schiebt die Rondane sich in den Blick,
schiebt die Rondane sich in den Blick.

4. Ein Stück nach Norden, hoch überm Grunde
schaut die Snoehetta stolz in die Runde.
Sitzt wie die Königin auf dem Thron,
aus Schnee und Sonne ist ihre Kron',
aus Schnee und Sonne ist ihre Kron'.

5. Willst vor dem Schönsten du dich verneigen,
musst du zum Jötunsfjeld mit mir steigen.
Und wenn im Sommer die Winde wehn,
kannst du die Berge klar vor dir sehn,
kannst du die Berge klar vor dir sehn.

6. Und wenn wir sitzen beim Glittertinden,
wo kaum der Nebel weicht vor den Winden,
dann wird es raunen im Herzen dein:
Du liebe Heimat – o bist du mein?
Du liebe Heimat – o bist du mein?

07. Psalm für das Vaterland

1. Du Herr, mit deiner starken Hand,
beschütze unser Vaterland.
Sei unser Schild in Fried' und Streit
in schwerer wie in froher Zeit.

2. Hier ist, was uns zum Besten frommt,
was uns vor allem andern kommt.
Es gibt kein Land, nicht fern, nicht nah,
das mehr wir lieben immerdar.

3. Beschirm', Gott, unser schönes Land
von Berg zu Berg, von Strand zu Strand.
Leg' deine Sorge auf die Au',
so wie auf Gras sich senket Tau.

4. Behüt' und segne immerdar
der Treuen und Gerechten Schar,
doch halte über den Gericht,
der deinen Frieden wahret nicht.

5. Heb' dieses Land zum Licht empor,
grad wie die Blüte bricht hervor.
Behüt', o Herr, es alle Tag,
dass es im Lichte wachsen mag.

6. Denn dieses Licht ist Gottes Wort,
es strahlt nun in uns fort und fort.
Lass unser Land im Glanze stehn,
lass dieses Licht nie von uns gehn.

 

 

 

 
 
 

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